Volkstrauertag: Religionen bitten um Frieden

Volkstrauertag: Religionen bitten um Frieden

 

Multireligioese Feier, Volkstrauertag.

Multireligiöse Feier für die Opfer von Gewalt und Verfolgung zum Volkstrauertag (Bild: Max Kovalenko)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erstmalig hat der Rat der Religionen Stuttgart gemeinsam mit der Landeshauptstadt Stuttgart 2018 zu einer multireligiösen Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Sonntag, 18. November 2018, eingeladen. Am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Stauffenbergplatz beim Alten Schloss sprachen neben Bürgermeister Dr. Martin Schairer und dem Koordinator des Rates, dem katholischen Stadtdekan Msgr. Dr. Christian Hermes, Vertreter des Judentums, des Islam und für die weiteren im Rat vertretenen Religionen der Bahá’í-Gemeinde Stuttgart.

Die Motivation, zu einer multireligiösen Feier am Volkstrauertag zu laden, erklärte Stadtdekan Christian Hermes: „Im Rat der Religionen Stuttgart sind wir ins Gespräch gekommen, dass der Volkstrauertag uns als Religionen alle angeht. Menschen wurden und werden wegen ihrer Religion verfolgt. Religionen waren leider in der Geschichte oft genug Auslöser von Konflikten. Heute können und müssen sie nach unserer Überzeugung untereinander immer neu Frieden und Verständigung suchen und auch zum Frieden in dieser Welt beitragen. Dafür wollen wir ein Zeichen setzen.“ Wichtig ist Hermes auch noch ein Wort des Dankes an Stadt und Bezirksbläserkreis. „Wir sind dankbar für die gemeinsame Gestaltung und Unterstützung der Landeshauptstadt Stuttgart und der Bläser des evangelischen Bezirksbläserkreis Stuttgart.“

Bürgermeister Dr. Schairer sagte: „Durch die vielfältige Mitwirkung des Rats der Religionen wird die wichtige Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus mitten in unserer Stadt vor dem Alten Schloss für die Stuttgarter Bevölkerung wahrnehmbarer. Je länger die schrecklichen Weltkriege mit ihren Millionen Opfern und die Shoa zurückliegen, desto wichtiger ist es, an einem zentralen Ort mitten im Alltag der Stadt ständig daran zu erinnern. Viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter wissen nicht um die Bedeutung der wichtigen Erinnerungsstätte. Das müssen wir ändern.“