11 Okt. Tag der Religionen im Stuttgarter Rathaus
Tag der Religionen im Stuttgarter Rathaus

Der „Tag der Religionen“ ist alljährlich eine hervorragende Gelegenheit, mit den 21 Mitglieds-Religionen des Rates der Religionen Stuttgart in Kontakt zu kommen. Wieder war der Rat zu Gast im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses.
In seinem Grußwort betonte Dr. Clemens Maier, dass Religion eine existenzielle, lebensverändernde Bedeutung für viele Menschen habe und deshalb einen wichtigen Platz im gesellschaftlichen Leben einnehme. Der Rat der Religionen sei eine Plattform für gegenseitigen Respekt und Toleranz, die in einer zunehmend säkularen Gesellschaft ein starkes Signal sende: Religion soll Menschen verbinden, nicht trennen.

Der Geschäftsführer des Bundeskongresses der Räte der Religionen Sören Rekel-Bludau regte mit seinem Vortrag zum Nachdenken an: „An der Toleranzschwelle – Wie vorurteilsfrei sind wir als AkteurInnen im interreligiösen Dialog wirklich?“
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der musikalische Teil: Die international besetzte Gruppe aus Helene Schneiderman (Gesang), Mohsen Mazen (Gesang und Oud) und Alon Wallach (Gitarre) begeisterte das Publikum mit einer fein abgestimmten Auswahl jüdischer, arabisch/muslimischer und arabisch/christlicher Lieder. Die prachtvollen Stimmen, der einzigartige Klang und die emotionale Tiefe ihrer Darbietungen berührten die ZuhörerInnen tief. Die MusikerInnen erzählten nicht nur die Geschichten und Bedeutungen der Lieder, sondern vermittelten dabei eindrucksvoll, wie Musik Spiritualität, Menschlichkeit und Frieden verbindet.

Der Rat der Religionen hat einen neuen Koordinator: Für die kommenden zwei Jahre wird Deniz Kiral von der Alevitischen Gemeinde die Arbeit des Stuttgarter Rats der Religionen koordinieren. Kiral wünscht sich mehr Sichtbarkeit für den Rat in Stuttgart und möchte in Zeiten zunehmender Polarisierung ein Zeichen für Gemeinsamkeit und Verständigung setzen. Susanne Jakubowski gratulierte ihm herzlich zu seiner neuen Aufgabe und betonte, wie wichtig Kontinuität und Engagement im interreligiösen Dialog seien.
