Von Corona bis Krawall

Von Corona bis Krawall

 

20200723IslamischeGemeinschaft

 

 

 

 

 

 

 

Bei seiner ersten Sitzung nach der Corona-Pause wurde der Stuttgarter Rat der Religionen von Ehepaar Subasic in den Räumen der Islamischen Gemeinschaft Stuttgart e.V., in der sich vor allem die bosnischen Muslimen der Landeshauptstadt treffen, begrüßt.

Auch die Religionsgemeinschaften der Stadt sind durch Corona im Kern ihrer Arbeit betroffen, weil über Monate keine Begegnungen und Gottesdienste möglich waren und inzwischen nur unter Einschränkungen wieder möglich sind. Der Religionsbeauftragte der Landeshauptstadt Bürgermeister Dr. Martin Schairer dankte den Religionsgemeinschaften nicht nur für ihr Verständnis, sondern auch für ihren wichtigen seelsorgerlichen Dienst und ihre Mitwirkung bei der Bekämpfung der Ausbreitung von Covid-19. Die Religionsvertreter ihrerseits betonten, dass gerade in einer Krisenzeit die Religionen nicht nur unter Risiko-Aspekten, sondern gerade auch als Kräfte gesehen werden sollten, die Beistand, Halt und Orientierung vermitteln würden.

Mit Blick auf die Krawalle des 20./21. Juni tauschten sich die Vertreter der Stuttgarter Religionen über ihren möglichen Beitrag zur Bewältigung der dabei hervorgetretenen sozialen Spannungen aus.
Nachdem die erfolgreiche „Mobile Jugendarbeit“ in Stuttgart bereits seit Jahrzehnten von katholischer und evangelischer Kirche, Caritas und Evangelischer Gesellschaft, getragen würden, wurde angeregt, dass die Religionsgemeinschaften in den lokalen Gesellschaften für Mobile Jugendarbeit mitarbeiten und damit der kulturellen und religiösen Pluralität junger Menschen in Stuttgart entsprechen.