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Unsere Arbeit umfasst vielfältige Themen, die für Religionsgemeinschaften und die Stadtgesellschaft von Bedeutung sind. Von Fragen des Religionsunterrichts und der Seelsorge bis hin zu Themen wie Migration, Flucht und Bestattungskultur setzen wir uns mit aktuellen Herausforderungen auseinander. Dabei bringen wir die Perspektiven der verschiedenen Religionsgemeinschaften zusammen und schaffen Raum für gemeinsame Lösungen und Impulse.

Unsere Arbeit umfasst vielfältige Themen, die für Religionsgemeinschaften und die Stadtgesellschaft von Bedeutung sind. Von Fragen des Religionsunterrichts und der Seelsorge bis hin zu Themen wie Migration, Flucht und Bestattungskultur setzen wir uns mit aktuellen Herausforderungen auseinander. Dabei bringen wir die Perspektiven der verschiedenen Religionsgemeinschaften zusammen und schaffen Raum für gemeinsame Lösungen und Impulse.

Handreichung für die Gestaltung multireligiöser Feiern in Stuttgart

In verschiedenen Kontexten besteht das Bedürfnis nach einer geistlichen Feier, die Menschen verschiedener Religion, Konfession und Weltanschauung integriert. Der Rat der Religionen Stuttgart hat hierzu eine Handreichung beschlossen:

Seelsorge in Krankheit in den Stuttgarter Religionsgemeinschaften

Wenn Menschen krank werden, braucht und gibt es gute medizinische Versorgung. Aber in der Krankheit leidet nicht nur der Körper, sondern der ganze Mensch mit Leib und Seele. Die Sorge und Seelsorge für Menschen in Krankheit und im Krankenhaus ist deshalb eine traditionelle Aufgabe der Religionsgemeinschaften. Hier finden Sie eine Zusammenstellung der Religionsgemeinschaften zu folgenden Themen:

 

  • Was ist die Lehre der verschiedenen Religionen bezüglich Krankheit, Heilung, Anwendung medizinischer Maßnahmen (Tabus), Pflege und welche religionssensiblen Aspekte sind bedeutsam?

 

  • Welche menschliche oder religiöse Begleitung oder Seelsorge ist nach der Lehre der Religionsgemeinschaft vorgesehen oder wünschenswert? Was wird in dieser Beziehung geleistet und von wem (Ehrenamt, Hauptamt, Institutionen)? Was ist nicht möglich und warum?

 

  • Was sind konkrete Herausforderungen und wahrgenommene Unterstützung: Welche Probleme oder Herausforderungen stellen sich (personell, organisatorisch, räumlich, rechtlich, finanziell…) grundsätzlich oder konkret hier in Stuttgart, worin gründen diese, wie wäre abzuhelfen? Welche Unterstützung oder Verständnis werden seitens der Krankenhäuser und ihrem Personal im Blick auf religiöse Bedürfnisse wahrgenommen?

Religiöse Bestattungskultur in Stuttgart

Was kommt nach dem Tod? Gerade Religionen suchen darauf einen Antwort zu geben. Die Bestattungsriten und -regeln der verschiedenen Religionsgemeinschaften sind zumeist durch Jahrhunderte oder Jahrtausende alte Traditionen geprägt. Zugleich sind die ortsüblichen Möglichkeiten und Regelungen zu beachten. Hier haben wir Informationen über die Bestattungskultur der Religionen in Stuttgart zusammengestellt, insbesondere zu den Fragen:

 

  • Was hat nach dem Tod mit dem Leichnam zu geschehen?
  • Welche Rituale oder Feiern sind vorgesehen?
  • Welche Art der Beisetzung ist vorgesehen?
  • Gibt es im Bereich der Landeshauptstadt entsprechende Möglichkeiten?
  • Wo gibt es bei der Erfüllung der religiös-rituellen Pflichten Konflikte oder Schwierigkeiten mit der kommunalen Behörde?
  • Wie wird in den o.g. Fällen (angeordnete Bestattung, Kostenübernahme) verfahren?

Eine Exkursion zu einer Religionsgemeinschaft planen

Wir freuen uns über Interesse an unseren Religionsgemeinschaften. Um eine Religion besser kennenzulernen kann es insbesondere im schulischen Religionsunterricht hilfreich sein, in Exkursionen die Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel oder Versammlungsstätten zu besuchen. M. El Kassemi hat im Rahmen ihres Studiums an der PH Ludwigsburg uns folgende Fragen gestellt:

 

  • Welche Punkte sollte eine Lehrkraft beachten, wenn sie mit einer Klasse eine Exkursion in Ihr Gotteshaus plant? Wie sollten sich die Schüler/innen während des Besuchs verhalten? Gibt es besondere Verhaltensregeln in Ihrem Gotteshaus, die beachtet werden müssen? Gibt es Kleidungsvorschriften, die die Besucher beachten sollten? Sind das Fotografieren oder das Berühren bestimmter Gegenstände verboten?
  • Welche Vorkenntnisse in Bezug auf Ihre Religion sollten die Schüler/innen und Lehrkräfte haben, bevor sie Ihr Gotteshaus besuchen?
  • An wen (Funktion) sollte sich eine Lehrkraft wenden, um eine Führung in Ihrem Gotteshaus für die Klasse zu bekommen?

 

Nachfolgend finden Sie die Rückmeldungen von Mitgliedern des Rates der Religionen Stuttgart und zunächst allgemeine Hinweise, die M. El Kassemi zusammengefasst hat:

 

Allgemeine Ratschläge für die Planung einer Exkursion

 

Vorbereitung im Unterricht

  • Grundwissen vermitteln: Religion und Gotteshaus im Unterricht thematisieren.
  • Fragen sammeln lassen: Schüler*innen entwickeln eigene Interessen.
  • Keine Schnellantworten!

Wenn Sie sich bei Details unsicher sind, lieber ehrlich zurückhaltend sein, als Halbwissen weitergeben. Religionen sind komplex – auch innerhalb einer Religion gibt es unterschiedliche Auslegungen.

 

Organisation des Besuchs

  • Frühzeitig Kontakt aufnehmen: Termine sind oft stark nachgefragt.
  • Führung anfragen: Am besten durch eine Person der jeweiligen Glaubensgemeinschaft.
  • Verhaltensregeln klären: Fragen Sie direkt, worauf beim Besuch zu achten ist.
  • Infos einholen: Klären Sie im Vorfeld Inhalte, Abläufe und Ansprechpartner*innen.

 

Klassenbesprechung vor der Exkursion

  • Verhalten besprechen:
  • Wir zeigen Respekt
  • Wir verhalten uns leise
  • Wir essen und trinken nicht
  • Handys aus / lautlos
  • Keine Fotos ohne Erlaubnis
  • Wir rennen nicht
  • Dankbarkeit zeigen: Gemeinsam überlegen, wie Wertschätzung für die Führung gezeigt werden kann (z. B. kleine Karte, mündlicher Dank).

 

Während der Exkursion

  • Verantwortung bleibt bei der Lehrkraft – nicht bei der Führungsperson.
  • Einführung erbitten: Lassen Sie die Kontaktperson zu Beginn eigene Verhaltensregeln erklären.
  • Aufmerksam begleiten: Beobachten Sie Verhalten, greifen Sie ggf. deeskalierend ein.
  • Nachbereitung im Unterricht
  • Reflexion ermöglichen:
  • Was haben wir erlebt?
  • Was war überraschend?
  • Welche Fragen sind offen geblieben?
  • Was können wir für unser Zusammenleben lernen?

 

Merksatz für Lehrkräfte:

Respekt beginnt mit guter Vorbereitung – und zeigt sich im Umgang miteinander.

 

Aleviten

 

Welche Punkte sollte eine Lehrkraft beachten, wenn sie mit einer Klasse eine Exkursion in Ihr Gotteshaus plant?

Sie sollte vorne weg ab, sich mit der Gemeinde in Kontakt setzen um mehr Informationen zu erhalten. Nicht nur aus dem Internet sich informieren. Dazu die Alevitische Gemeinde Stuttgart anschreiben, am besten per Email: stuttgartakm@web.de.

 

Wie sollten sich die Schüler/innen während des Besuchs verhalten?

Mit Respekt vor dem Haus einer Glaubensgemeinschaft. Ich bringe das Beispiel, man zieht sich an, wie wenn man seine Großeltern besuchen geht 🙂

 

Gibt es besondere Verhaltensregeln in Ihrem Gotteshaus, die beachtet werden müssen?

Nein, Respekt und Anstand wären wichtig.

 

Gibt es Kleidungsvorschriften, die die Besucher beachten sollten?

Siehe oben.

 

Sind das Fotografieren oder das Berühren bestimmter Gegenstände verboten?

Fotografieren ist erlaubt, das Berühren bitte vor Ort erfragen.

 

Welche Vorkenntnisse in Bezug auf Ihre Religion sollten die Schüler/innen und Lehrkräfte haben, bevor sie Ihr Gotteshaus besuchen?

Das wichtigste dabei ist, sich vorne weg mit den Verantwortlichen mit der Gemeinde ins Gespräch zu gehen. Damit unnötige Fehler nicht gemacht werden. Aber auch Fehler sind Chancen um ins Gespräch zu kommen.

 

An wen (Funktion) sollte sich eine Lehrkraft wenden, um eine Führung in Ihrem Gotteshaus für die Klasse zu bekommen?

An denn Vorstand der Alevitischen Gemeinde Stuttgart über die Email: stuttgartakm@web.de.

 

Alt-Katholische Gemeinde Stuttgart

 

Welche Punkte sollte eine Lehrkraft beachten, wenn sie mit einer Klasse eine Exkursion in Ihr Gotteshaus plant?

Rechtzeitige Kontaktaufnahme mit dem Pfarrer, ein persönliches Vorabgespräch bei uns in der Katharinenkirche.

 

Wie sollten sich die Schüler/innen während des Besuchs verhalten?

Zuhörend neugierig – sie wollen etwas Neues erfahren – und bereit für einen lebendigen Austausch. Sie sitzen zunächst in den Bänken und können später die Kirche und die Sakristei anschauen.

 

Gibt es besondere Verhaltensregeln in Ihrem Gotteshaus, die beachtet werden müssen?

Wir bitten darum, sich mit angemessener Zurückhaltung zu verhalten (der Altar ist keine Sitzgelegenheit; eine Kirche ist kein Spielplatz).

 

Gibt es Kleidungsvorschriften, die die Besucher beachten sollten?

Nein, es empfiehlt sich, in der Herbst- und Winterzeit warme Kleidung anzuziehen; die Katharinenkirche ist nicht isoliert. Aus Kostengründen heizen wir in dieser Zeit nur zu besonderen Gottesdiensten wie Nikolaus, Heiligabend. Von November bis März feiern wir unsere Gottesdienste im Ökumenesaal.

 

Sind das Fotografieren oder das Berühren bestimmter Gegenstände verboten?

Nein, es darf gerne fotografiert werden, auch haben wir keine „Berührungsängste“

 

Welche Vorkenntnisse in Bezug auf Ihre Religion sollten die Schüler/innen und Lehrkräfte haben, bevor sie Ihr Gotteshaus besuchen?

Gehaltvoller wird der Besuch, wenn sich die Gäste schon im Vorfeld mit der Alt-Katholischen Kirche beschäftigen und ihre Fragen mitbringen. Der Besuch ist für einen regen Austausch angelegt.

 

An wen (Funktion) sollte sich eine Lehrkraft wenden, um eine Führung in Ihrem Gotteshaus für die Klasse zu bekommen?

An den Pfarrer.

 

Buddhisten

 

Welche Punkte sollte eine Lehrkraft beachten, wenn sie mit einer Klasse eine Exkursion in Ihr Gotteshaus plant?

Hier sei zunächst die Anmerkung erlaubt, dass im Buddhismus der Begriff Gotteshaus nicht passt, vielleicht könnte der Begriff daher in den Fragen erweitert werden, z.B. religiöses Zentrum / Andachtsraum oder -haus.

Es gibt viele unterschiedliche buddhistische Gruppen. Die Gestaltung des Zentrums einer Gruppe mit tibetischer Tradition ist beispielsweise sehr unterschiedlich zu der Gestaltung eines Zentrums einer Gruppe in einer Zen-Tradition.

 

Wie sollten sich die Schüler/innen während des Besuchs verhalten? Gibt es besondere Verhaltensregeln in Ihrem Gotteshaus, die beachtet werden müssen? Gibt es Kleidungsvorschriften, die die Besucher beachten sollten? Sind das Fotografieren oder das Berühren bestimmter Gegenstände verboten?

Vor dem Meditations- oder Andachtsraum zieht man die Schuhe aus. Im Meditations- und Andachtsraum ist eine ruhige, friedliche, respektvolle Verhaltensweise (insofern auch die Bekleidung) wünschenswert. Je nach Gruppe gibt es Gegenstände, die nicht berührt werden dürfen. Was genau darunter fällt, differenziert je nachdem welche der vielen buddhistischen Traditionen/Gruppen besucht wird. Die meisten Gruppen werden gegen Fotografieren keine Einwände haben. Essen ist in manchen Gruppen im Meditations- / Andachtsraum ebenfalls nicht erlaubt.

 

Welche Vorkenntnisse in Bezug auf Ihre Religion sollten die Schüler/innen und Lehrkräfte haben, bevor sie Ihr Gotteshaus besuchen?

Es sollte bekannt sein, dass es viele unterschiedliche Traditionen im Buddhismus gibt und durch den Besuch einer Gruppe nicht ein vollständiges Bild des Buddhismus erreicht werden kann und auch Fragen zu Punkten wie z.B. Karma, Wiedergeburt in den verschiedenen Traditionen (ganz) unterschiedlich beantwortet werden.

 

An wen (Funktion) sollte sich eine Lehrkraft wenden, um eine Führung in Ihrem Gotteshaus für die Klasse zu bekommen?

Dies lässt sich nicht pauschal sagen, sondern ist von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich. Für Stuttgart findet man ein Verzeichnis der Gruppen unter: https://www.buddhismus-in-stuttgart.de/category/groups/

Darüber hinaus ist vielleicht der allgemeine Hinweis erlaubt und angebracht, dass es ganz vereinzelt buddhistische Traditionen / Gruppen gibt, deren Besuch nicht empfohlen wird. Sollten insofern Zweifel bestehen, kann sicher bei der DBU (Deutsche Buddhistische Union) hierzu nachgefragt werden.

 

Evangelische Kirche

 

Es wird auf die Regeln zum Besuch einer katholischen Kirche verwiesen.

 

Islamische Gemeinschaft Stuttgart e.V.

 

Nun ein Besuch in der Moschee, in der Kesselstrasse 27, 70327 Stuttgart.

 

Anmeldung beim Vorstand (Vorsitzender oder Sekretär) oder beim Imam. Bei Anmeldung sollte eben der Zeitpunkt vereinbart werden, Anzahl und Alter der Besucher, Grund / Zweck des Besuchs.

 

Beim Betreten des Gebetsraumes sollen Strassenschuhe vor dem Gebetsraum gelassen werden. Man kann Überziehschuhe mitnehmen, normale Socken werden toleriert, nicht barfuss den Raum betreten (aus hygienischen Gründen).

 

Die Kleidung; sollte nicht provozierend sein, besonders bei Damen (also nicht zu kurz, durchsichtig oder zu eng).

 

Alle Gegenstände dürfen berührt werden, auch Koran-Exemplare dürfen in die Hand genommen und gelesen werden.

 

Während der Führung wird ein Vortrag (je nach Altersgruppe) gehalten und Fragen beantwortet. Politische Fragen sind nicht zulässig.

 

Vorkenntnisse über Islam sind erwünscht, aber nicht obligat.

 

In den meisten Fällen werden die Besucher zum Kaffee/Tee mit eventuell Kuchen eingeladen.

 

Jüdische Gemeinde / Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg

 

Alle männlichen Besucher müssen eine Kopfbedeckung tragen.

Die Besucher sollten ihre Schultern und Beine bis über die Knie bedecken.

Es darf nur im Inneren der Synagoge fotografiert werden (aus Sicherheitsgründen)

 

Katholische Kirche

 

Welche Punkte sollte eine Lehrkraft beachten, wenn sie mit einer Klasse eine Exkursion in Ihr Gotteshaus plant? Wie sollten sich die Schüler/innen während des Besuchs verhalten? Gibt es besondere Verhaltensregeln in Ihrem Gotteshaus, die beachtet werden müssen? Gibt es Kleidungsvorschriften, die die Besucher beachten sollten? Sind das Fotografieren oder das Berühren bestimmter Gegenstände verboten?

Katholische Kirchen sind, wenn organisatorisch möglich, tagsüber geöffnet und können frei auch von Personen, die nicht der katholischen Kirche angehören, besucht werden. Es sind jedoch heilige Räume, die zu respektieren sind. So wird erwartet, dass Besucher ordentlich gekleidet sind (Schultern, Bauch, Rücken bedeckt, Männer ohne Kopfbedeckung), sich ruhig verhalten und insbesondere betende Menschen nicht stören. Generell müssen Handys aus- oder stillgestellt werden. Untersagt ist herumrennen, essen, trinken, sich hinlegen und schlafen, jede Art von Müll und Verschmutzung, lärmen, telefonieren, Musik hören, Kunstwerke, gottesdienstliche Gegenstände, Kerzenleuchter, Orgel usw. anzufassen. Der Bereich des Altars (in der Regel einige Stufen oder auf andere Weise abgesetzt) darf nicht ohne Begleitung oder Aufforderung betreten werden. In wichtigen oder künstlerisch wertvollen Kirchen gibt es auch Videoüberwachung oder Alarmanlagen an Kunstwerken. In fast allen Kirchen können Kerzen (gegen Preis oder Spende) erworben und verbunden mit dem persönlichen Gebet entzündet werden. Es ist erlaubt, zu filmen oder zu fotografieren (Personen allerdings nur mit deren Zustimmung). An den Eingängen befinden sich kleine Wasserbecken, in denen sich gesegnetes „Weihwasser“ befindet, es ist für ein kleines Ritual vorgesehen, das Mitglieder beim Besuch der Kirche zur Erinnerung an ihre Taufe vollziehen.

 

Der Gottesdienst ist öffentlich auch für Nichtmitglieder. Findet in der Kirche gerade ein Gottesdienst statt, gelten die genannten Regeln besonders. Als Nichtmitglied bleibt man dann diskret hinten in der Kirche und geht nicht herum. Besichtigungen sind während Gottesdiensten nicht möglich. Es ist nicht erlaubt, ohne entsprechende Vorbereitung und Glaubensüberzeugung in der Mahlfeier (Kommunion) der Eucharistiefeier nach vorne zu gehen und das Brot, das dort verteilt wird, zu nehmen. Dieses Brot, in dem die Gläubigen den Leib Christi verehren, wird im Tabernakel aufbewahrt, einem kleinen Schrank, der oft kunstvoll gestaltet ist und erkennbar ist an einer dort dauerhaft brennenden roten Kerze, dem sog. „Ewigen Licht“. Mitglieder der Kirche machen davor als Zeichen der Verehrung eine „Kniebeuge“, eine Art „Knicks“. Manche Kirchen bieten Führungen an, die man vorher bucht. Informationen darüber finden sich jeweils auf den Websites oder am Eingang.

 

Welche Vorkenntnisse in Bezug auf Ihre Religion sollten die Schüler/innen und Lehrkräfte haben, bevor sie Ihr Gotteshaus besuchen?

Grundsätzlich sollte man sich über die Ausstattung einer Katholischen Kirche allgemein (Altar, Ambo, Tabernakel…) informieren und darüber hinaus über die einzelne Kirche – über viele Kirchen gibt es gute Informationen im Internet. Oft werden in der Kirche auch Kirchenführer angeboten, die man sich vorab besorgen kann. Grundkenntnisse über Sinn, Inhalt und Ablauf des zentralen Gottesdienstes der Eucharistie (auch: Heilige Messe) helfen.

Eine grundsätzliche Information wäre, dass (im Unterschied zu manchen anderen Konfessionen oder Religionen) der Kirchenraum in der katholischen Kirche geweiht und dadurch zu einer „Heiligen Sache“ wird, die eigentlich nur für den Zweck des Gottesdienstes gebraucht wird. Es ist also nicht nur ein Versammlungsraum der Gemeinde, wo auch andere Veranstaltungen stattfinden können oder der vermietet werden kann, sondern ist dauerhaft dem Gottesdienst gewidmet und damit „profanen“ Nutzungen entzogen. Veranstaltungen (z.B. Konzerte), die dort stattfinden, müssen mit der Heiligkeit des Kirchenraumes vereinbar und dürfen katholischen Grundsätzen nicht widersprechen.

 

An wen (Funktion) sollte sich eine Lehrkraft wenden, um eine Führung in Ihrem Gotteshaus für die Klasse zu bekommen?

Man wendet sich an das Pfarramt oder den Pfarrer, die Kontaktdaten findet man im Internet.

 

Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten Stuttgart

 

Welche Punkte sollte eine Lehrkraft beachten, wenn sie mit einer Klasse eine Exkursion in Ihr Gotteshaus plant? Wie sollten sich die Schüler/innen während des Besuchs verhalten? Gibt es besondere Verhaltensregeln in Ihrem Gotteshaus, die beachtet werden müssen?

Es gibt keine detaillierte Vorschriften. Kein Raum und kein Gegenstand gilt als besonders heilig. Trotzdem verhält man sich in unseren Räumen respektvoll. Viele unserer Kirchengebäude haben ein Taufbecken, was ein gewisses Interesse wecken könnte. Sicher würde das bei einem Besuch nur teilweise geöffnet werden, so dass dann niemand hineinfallen würde.

 

Gibt es Kleidungsvorschriften, die die Besucher beachten sollten? Sind das Fotografieren oder das Berühren bestimmter Gegenstände verboten?

Es gibt keine Kleidervorschriften. Fotografieren ist ohne Einschränkung erlaubt.

 

Welche Vorkenntnisse in Bezug auf Ihre Religion sollten die Schüler/innen und Lehrkräfte haben, bevor sie Ihr Gotteshaus besuchen?

Die Besonderheiten der evangelischen / protestantischen Kirchen sind ja hinlänglich bekannt. Da man in Adventgemeinden am Samstag Gottesdienst feiert, wird man an Samstagen eher selten einen Besuchstermin bekommen.

Das adventistische Abendmahl kennt auch eine Fußwaschung. Da wir ein offenes Abendmahl haben, kann jeder, der versteht um was es geht, auch dabei sein. Das müsste bei einer Exkursion terminlich abgesprochen sein. Adventgemeinden pflegen meist das Abendmahl einmal pro Quartal zu feiern.

 

An wen (Funktion) sollte sich eine Lehrkraft wenden, um eine Führung in Ihrem Gotteshaus für die Klasse zu bekommen?

Gemeindeleiter oder Pastor

 

 

Neuapostolische Kirche

 

Durch die Weihehandlung werden das Kirchengebäude und besonders der Gottesdienstraum ein, von Gott dem Herrn, geweihter Ort. Er ist seine Offenbarungsstätte, hier steht der Altar, an dem das Wort Gottes verkündigt wird, das Opfer Christi wirkt und die Segnungen gespendet werden. Er ist damit ein Ort der Begegnung mit Gott und erfordert entsprechendes Verhalten.

 

Das betrifft nicht nur den Gottesdienst. Auch bei Veranstaltungen außerhalb der Gottesdienste (wie z.B. bei Unterrichten, Chorproben und sonstigen Zusammenkünften) gilt es, sich im Haus Gottes angemessen zu verhalten. Insbesondere ist die Heiligkeit im Gottesdienstraum zu wahren.

 

Dem ist auch bei Besuchen/Besichtigungen eines Kirchengebäudes Rechnung zu tragen. Der Altarbereich kann als Ort göttlicher Offenbarung und Wirkungsstätte nicht betreten werden.

 

Sämtliche Räume, wie Unterrichtsräume für Kinder oder die Sakristei können jedoch besichtigt werden, auch das Fotografieren ist erlaubt. Und außerhalb der Gottesdienste gibt es auch keine speziellen Kleidervorschriften. Das Berühren und Benützen von Musikinstrumenten, speziell auch von Orgel und Klavier ist im Interesse der Eigentümer bzw. zur Vermeidung von Sachbeschädigungen zu vermeiden.

 

Vorkenntnisse sind zum Besuch der neuapostolischen Kirchen nicht erforderlich. Ein dem Ort entsprechender würdevoller Aufenthalt wird erwartet. Fragen, wie z. B. zum Gottesdienstablauf, zum Glaubensbekenntnis oder zu den Lehrinhalten der Neuapostolischen Kirche werden bei Besuchen einer Neuapostolischen Kirche vor Ort von den Begleitern gerne und umfassend beantwortet.

 

Da die neuapostolischen Kirchen außerhalb der Gottesdienste nicht öffentlich zugänglich sind, sind Besuche mit dem jeweiligen Gemeindevorsteher und/oder dem zuständigen Öffentlichkeitsbeauftragten abzustimmen. Dazu können sich Interessierte gerne an die Vertreter der Neuapostolischen Kirche im Rat der Religionen wenden.

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